Mittwoch, 8. Oktober 2014

La lune, mit ihrem silbernen Schein...


Eigentlich weiß ich so was. Eigentlich weiß ich so was so gut, dass mir so ein Fehler gar nicht (wie in: nie und nimmer) unterlaufen konnte. Oder sollte oder durfte. Tat er aber. Wo war ich da bloß im Kopf unterwegs - in den Wolken? Mondsüchtig?

Schrecklich. Und dann neulich, im Physikunterricht:

"Felix, sag mal - wie war das mit dem Neumond, hm?"
"Fragen'se doch den Steinhöfel, den alten Kackmichel!"


An die Verfasserin des Briefes: Es tut mir aufrichtig leid, solchen Mist gebaut zu haben. Allerdings finde ich so was wie "der Mondes steht in seinem eigenen Schatten" auch nicht so dolle. Wegen solcher Aussagen habe ich in Physik zuletzt nur noch gepennt. "Bei Neumond steht der Mond haargenau zwischen Erde und Sonne", finde ich nachvollziehbarer. Es ist so einfach. Oskar hätte das wissen müssen, aber - hey: Vielleicht ... ja, genau ... vielleicht hab ich die Szene nur so geschrieben, damit findige Leser Oskar mal beim Bluffen erwischen!

Kleiner Messetermin

Dieses Jahr ist mein Messekalender zum Bersten voll – nach dem Rico-Erfolg werfen sich jetzt alle möglichen Medien auf Anders, im frohen Kritiker-Bewusstsein, dass eine eventuell damit einhergehende Bauchlandung ja allein ich erleide. Nennt sich Arbeitsteilung. Und ernsthaft: Natürlich freue ich mich über das Interesse. Anders unternimmt einen sehr, sehr weiten Schritt fort von den Rico-Geschichten; sehr bewusst, und der Titel des Buches ist da durchaus programmatisch gemeint. Sicherlich gibt es Schlimmeres, als in einer Schublade (oder einem Elefanten-Kästchen) mit dem Bildchen eines Tiefbegabten drauf zu stecken. Bloß bin ich zu jung, um es mir darin schon dauerhaft gemütlich einzurichten. 


Abseits des zu erwartenden Getümmels bleibt mir dennoch ein wenig Zeit für … man glaubt es kaum … meine Leser: Wer sich ein Buch signieren lassen möchte, hat dazu Gelegenheit am Samstag, 11. Oktober zwischen 14 bis 15 Uhr. Dann sitze ich am Signiertisch beim Carlsen Verlag in Halle 3.0, Stand G 84.

Ich kritzel in jedes meiner Bücher, das mir unter die Nase geschoben wird, nur mit Anders selbst könnte es knapp werden. Wenn ich korrekt informiert bin, besteht zwar dieses Jahr zum ersten Mal Gelegenheit, Bücher unmittelbar am jeweiligen Verlagsstand (anstatt ausschließlich in der Messe-Buchhandlung) zu kaufen. Allerdings weiß ich nicht, ob von Anders ausreichend Exemplare vorliegen; der Titel wird absolut druckfrisch direkt zur Messe geliefert. Da tropft also noch Tinte runter.


Wer leer ausgeht, kann sich aber immer noch einen ersten Eindruck von Anders bei meiner Lesung am Sonntag, 12. Oktober um 11.15 im Forum Kinder- und Jugendbuch, Halle 3.0, K 137 verschaffen. Leider nur eine halbe Stunde Zeit, und rundum wird es laut sein, aber die Messebetreiber wollten mich (neben diversen anderen Kinder- und Jugendbuchautoren) aus irgendwelchen Gründen (keiner mag sie nennen, keiner fühlt sich zuständig – feige Säcke!) nicht im Spiegelzelt haben. Pfff ...